Programm

Sondersendung - So. 22.11.2020 - 17.00 Uhr

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Jugendkulturen in Deutschland... mit Klaus Farin

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Veranstaltungsmitschnitt vom 30. September 2020

Jugendkulturen in Deutschland: Von der Wendejugend zu Fridays for future
Summer Talk #3 mit Klaus Farin

Klaus Farin, geboren 1958 in Gelsenkirchen, lebt seit 1980 – Punk sei Dank – in Berlin. Von 1998 bis 2011 war Klaus Farin Leiter des von ihm ins Leben gerufenen Archiv der Jugendkulturen. Heute ist er Vorsitzender der Stiftung Respekt! und im Vorstand von Aktion Courage e. V., dem Träger des Projektes „Schule ohne Rassismus“. 2019 erhielt er für seine „Verdienste um die Jugendforschung“ das Bundesverdienstkreuz des Bundespräsidenten.
Bis heute hat Farin 29 Bücher verfasst und weitere herausgegeben. Der zusammen mit Eberhard Seidel verfasste Band "Krieg in den Städten" wurde aufgrund seines neuen Ansatzes, die Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen, zu einem „Standardwerk moderner Jugendsozialforschung“ (Ralph Giordano). Aus dieser Arbeit heraus ergab sich eine längere Beschäftigung mit dem Themenkreis „Skinheads“, dem zahlreiche Publikationen zu anderen Jugendkulturen, zu Rockkultur, Literatur und Migration folgten. Seine aktuellen Veröffentlichungen sind „Flucht aus Syrien – neue Heimat Deutschland?“ (gemeinsam mit Rafik Schami) und mit Eberhard Seidel „ Wendejugend“.
Eberhard Seidel und Klaus Farin haben in den Jahren der Wende Jugendliche in Ostdeutschland und in den Einwanderervierteln des Westens interviewt, rechte und linke Jugendliche an einen Tisch gebracht. Sie wollten wissen: Was sind ihre Ängste, was ihre Hoffnungen? Ihre Antworten sind von verblüffender Aktualität. Wer den Erfolg des Rechtspopulismus unter den heute 40- bis 55-Jährigen verstehen will, der muss sich das gesellschaftliche Klima vergegenwärtigen, unter dem diese Generation in den Jahren 1989 bis 1994 ihre politische Sozialisation erfahren hat.
Der Wendejugend kommt in Deutschland bis heute eine besondere Rolle zu. Diese Generation hat die Radikalität ihrer Jugendjahre mit ins Erwachsenenalter genommen.
Wir wollen mit ihm nicht nur einen Rückblick wagen, sondern auch nach einer möglichen Re-Politisierung der aktuellen Jugendgeneration fragen, wie sie in den Demonstrationen von FFF und Black Lives Matter zum Ausdruck kommt.

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