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Alles nur Nachhaltigkeitsgerede und egozentrischer Öko-Moralismus? Fair labeln mit Mira Landwehr

Der Kassenzettel ist kein Stimmzettel, und bewusster Konsum macht die Welt nicht besser oder gerechter, sondern verstärkt Ungleichheit, befördert Entsolidarisierung und stützt den Kapitalismus.



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Das Gespräch führte Carsten Rose.

artikel/MiraLandwehr_.jpgMira Landwehr studierte Geschichte und Germanistik und arbeitet als Autorin und Journalistin.







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Carsten
22.02.

Kommentare

  1. Alles schön, gut und richtig.
    Wir sind allerdings alle Gefangene irgendeines Konglomerates von Konzernen.
    Doch ist es dann nicht besser bei den besseren der Bösen seine Bedürfnisse zu befriedigen, die nicht so sehr die Welt kaputt machen und die Mitarbeitenden nicht so sehr ausbeuten?
    Wenn die Leute aus der Argumentation folgern, weiter möglichst billig und dreckig zu kaufen, dann ist das doch auch doof.
    Alle sind aufgefordert sich zu informieren und trotzdem den Kampf gegen den Kapitalismus nicht aufzugeben.

    Uwe - 27.02., 17:37

  2. "...bei den besseren der Bösen seine Bedürfnisse zu befriedigen, die nicht so sehr die Welt kaputt machen und die Mitarbeitenden nicht so sehr ausbeuten..."
    Darin besteht ja gerade der Irrtum, wie im Beitrag angeschnitten: Denns und Co kommen gerade hier schlecht weg, keine Betriebsräte, Kündigungen bei auch nur Versuchen von Arbeitskampf usw. Und für den Planeten ist der Bioboom auch keinen Deut besser als konventionelle Lebensmittel, die Waren werden global verschifft, in Hamburg landen die Containerschiffe aus aller Welt, wie bei allen anderen Discountern. Hier geht es darum, dass die Kunden mit der Marke Bio getäuscht werden, es wird suggeriert, die Biounternehmen verhielten sich weniger kapitalistisch, was nachweislich nicht stimmt.

    Michael - 01.03., 17:32