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Es ist wie bei den Borg. Die Identitätspolitik wird assimiliert und als Ware dem kapitalistischen System hinzugefügt. Untergraben mit Marlen Hobrack

Nach einer Phase der notwendigen Ausdifferenzierung politischer Kämpfe in Interessengruppen, die enger umrissene Identitäten teilen, erleben wir nun eine so kleinteilige Ausdifferenzierung in unterschiedlichste Identitäten, die jede Form der demokratischen Vermittlung zwischen Partikularinteressen scheinbar unmöglich macht.


Das Gespräch führte Carsten Rose.



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artikel/marlen hobrack web.jpgDie Journalistin und Autorin Marlen Hobrack lebt in Leipzig.














































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15.03.

Kommentare

  1. Ich glaube die Klassenkampftheorie müsste mal überarbeitet werden. Ein Arbeiter am Fließband von VW ist mit einem bestimmten Anteil am Profit bestochen worden, der wird niemals mehr für den Klassenkampf auf die Straße gehen. Selbst als Hartzempfänger kann man einigermaßen um die Runden kommen ... Auch rumänische Fleischereiarbeiter verdienen hier mehr als zu Hause (wenn natürlich lange nicht genug) ... insofern auch die Theorie, dass nur das Kapital wandert und der Arbeiter festsitzt, ist in Zeiten von work & travel, was sich (fast) jede Schülerin leisten kann, nicht mehr so zu halten. Sie ist dort in 2 Tagen. Wenn uns etwas hält, dann ist es die Trägheit und nicht die Unmöglichkeit wie vor 100 Jahren. Die Klassen von damals gibt es so nicht mehr, da der Arbeiter durch neue Technik viel mehr Profit erwirtschaftet und davon etwas mehr abbekommt.

    Otto Buchmeier - 15.03., 22:23