Artikel

Das Ende des Wachstums, wie wir es kennen? Interviewreihe zur Tagung „Vom Mehrwert zum Nährwert“

Die seit 2008 manifest gewordenen Strukturprobleme des Finanzsystems belasten die finanziellen Fundamente von Staaten und gefährden den Zusammenhalt von Gesellschaften. Die Frage nach den Ursachen führt auf das zentrale Entwicklungsmoment von Marktwirtschaften: Wachstum. Es scheint geradezu zwingend, da moderne Geldökonomien in Kredit und Zins begründet sind. Die Orientierung am „immer mehr“ erweist sich jedoch als ambivalent: Innovation und Fortschritt gehen mit Umweltzerstörung und zunehmend ungleich verteiltem Wohlstand einher.

In welche Richtung sollten wirtschaftliche Prozesse gesteuert werden, um Überfluss und Mangel, Übernutzung der Erde und Rohstoffknappheit zu begegnen? Was
kann der Einzelne dafür tun? Wie kann ein breiter, demokratischer Aushandlungsprozess darüber zustande gebracht werden?
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Auf der Tagung wurden Impulse zum Thema diskutiert und Ansätze für die politisch-ökonomische Bildungsarbeit entwickelt.


Interviewreihe zur Tagung „Vom Mehrwert zum Nährwert“

Zins und Kredit als Meister des Wachstums. Warum Geldökonomien keine Nullsummenspiele sind

Radio F.R.E.I. sprach mit Prof. Dr. Mathias Binswanger, Fachhochschule Nordwestschweiz, Universität St. Gallen

Interview mit Prof. Dr. Mathias Binswanger hier runterladen!


Banker – Bettler – Lebenskünstler.
„Neutrales“ Geld und soziale Welt(en)

Radio F.R.E.I. sprach mit Sophia Bickhardt, Humboldt-Universität Berlin, Institut für Europäische Ethnologie.

Interview mit Sophia Bickhardt hier runterladen!


Wider die märchenhafte Expansion der Dinge. Lebensstile moderner Genügsamkeit

Radio F.R.E.I. sprach mit Hans Holzinger, Robert-Jungk-Stiftung/Bibliothek für Zukunftsfragen, Salzburg.

Interview mit Hans Holzinger hier runterladen!


Wohlstand ohne Wachstum? Perspektiven für eine „Wende“

Radio F.R.E.I. sprach mit Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, Universität Erfurt.

Interview mit Helge Peukert hier runterladen!

endlich_gerecht. Umrisse einer Postwachstumsökonomie

Radio F.R.E.I. sprach mit Prof. Dr. Niko Paech von der Universität Oldenburg, Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik.

Interview mit Niko Paech hier runterladen!


Informationen zur Tagung unter:
http://www.bpb.de/files/3APLZ0.pdf

artikel/warholEuro_3.jpg






artikel/Systemkrise/Systemkrise Archiv mit Pfeil.png

Vormittags im Programm
08.08.2011

Kommentare

  1. Wie jetzt, kein Wachstum mehr?
    Und wie sollen dann die horrenden Schulden abgetragen werden? Haben wir nicht schon genug Schuldenkrisen?
    „Wir brauchen mehr Wachstum und Beschäftigung“ - so die Endlosschleife der Politik. Dazu die Steigerungsstufe: Sozialausgaben kürzen und Allgemeingut privatisieren.
    Mehr fällt den Häuptlingen der westlichen Welt nicht mehr ein. Das stetige Anwachsen der Finanzblase nehmen sie zur Kenntnis. Zu dem logischen Schluss, Spitzeneinkommen und Vermögen zu besteuern, kommen sie jedoch nicht, auch nicht unsere Ministerpräsidentin.
    Heute erschien dazu mein Leserbrief (an dritter Stelle):
    www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/?year=2011&month=08&day=10&letters=1

    Dieter Stompe - 10.08.2011, 16:42