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Lokalnachrichten - 28. März 2008

Augustinuspredigten entdeckt ::: Anger1 wird 100::: Ein Tenor packt aus



Augustinuspredigten entdeckt

Als eine Mischung von planvollen Vorgehen und Zufällen beschreibt Sondersammlungsreferent Thomas Bouillon die Entdeckung der mittelalterlichen Predigten des Bischofs Augustinus. Insgesamt sechs Predigten, davon zwei bereits teilweise bekannt, konnten mit Sicherheit als Augustinuspredigten identifiziert werden. Drei österreichische Forscher hatten im Auftrag der Kirchenväterkommission der österreichischen Akademie der Wissenschaften in der Erfurter Universitätsbibliothek nach Augustinustexten gesucht. Warum die Texte des Bischofs so bedeutungsvoll sind erklärt der Referent der Sondersammlung Thomas Buillon: „Augustinus ist einer der berühmtesten lateinischen Kirchenväter. Gelebt hat er bis 430 ungefähr und war als nordafrikanischer Bischof deswegen eine einflussreiche Persönlichkeit, weil er sehr viele theologische Standpunkte entwickelt hat.“
Augustinus war Bischof des Hippo Regius, gelegen im heutigen Algerien. Die in Erfurt gefundenen Abschriften seiner Predigten wurden vermutlich vor mehr als 800 Jahren in England angefertigt. Im 15 Jahrhundert fanden sie dann den Weg in die Sammlung des Theologen und Mediziners Amplonius Rating. Dieser gründete später das „Collegium Amplonianum“, eine studentische Herberge samt Bibliothek in Erfurt. Dieser Bibliothek überließ er 1412 seine gesamte Sammlung an Handschriften, heute die weltweit größte im Kernbestand erhaltene Büchersammlung eines mittelalterlichen Gelehrten. Seit 2001 ist sie Teil der Erfurter Universitätsbibliothek.
Inhaltlich befassen sich die Predigten mit unterschiedlichen Themen. In drei der vier gänzlich unbekannten Texte geht es um Nächstenliebe, Almosen und pastorale Betreuung. Der vierte neue Text befasst sich mit der Realität der Auferstehung der Toten. Augustinus fordert die Menschen darin auf, den biblischen Propheten zu glauben, da vorhergesagte Ereignisse bereits teilweise eingetreten seien. In den zwei bisher nur teilweise vorhandenen Predigten geht es um die Märtyrerfeste zu Perpetua & Felicitas sowie Cyprian. Augustinus kritisiert hierbei, dass die Feste der Märtyrer vom Volk mit Trinkgelagen begangen würden. Dies sei sicherlich nicht im Sinne der Verstorbenen heißt es weiter.
Am Dienstag den 15. April werden die Schriften in einem Vortrag durch die „Entdecker“ Isabella Schiller, Dorothea Weber sowie Clemens Weidmann der Öffentlichkeit präsentiert. Beginn ist 19Uhr im Coelicum in der Domstraße 10 in Erfurt. (JuliaLimprecht)


Anger1 wird 100

Mit Fotoausstellungen, Festumzug und einer 2,30 Meter hohen Torte feiert die Einkaufsgalerie Anger 1 heute ihr hundertjähriges Bestehen. Unter dem Namen "Kaufhaus Römischer Kaiser" wurde das Haus Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet. In dem traditionellen Gebäude am Anger stand das Einkaufen immer im Mittelpunkt, auch wenn im Laufe der Zeit der Name mehrmals wechselte: Nach dem Konsumkaufhaus zog das HO Warenhaus in das Gebäude. Danach folgten Centrum Warenhaus und Hertie bis im Jahr 2000 das heutige Anger1-Einkaufszentrum seine Pforten öffnete. Täglich besuchen 30.000 Menschen die Einkaufsgalerie am Anger.
Um die 100jährige Einkaufsgeschichte Revue passieren zu lassen sind im Anger1 verschiedene Aktionen geplant: Ausstellungen mit vom Stadtarchiv und Zeitzeugen zusammengetragenen historischem Material, Gesprächsforen, Diskussionsrunden und historische Modenschauen.
Den Auftakt der bis November andauernden Aktionen macht heute ein Umzug vom Domplatz Richtung Anger. Um 15.30 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Andreas Bausewein das Programm und bis 19 Uhr begleitet das "Felix Reuter Trio" den Einkaufsbummel mit einer "musikalischen Reise durch das Jahrhundert".
(SimoneStrobel)


Ein Tenor packt aus

"Ich kenn die Liebe in Dur und Moll" heißt es in einem der bekanntesten Lieder aus der Operette Paganini. Dieses und andere Lieder will der Tenor Helmut Weidel am Mittwoch nächster Woche im Seniorenklub Berliner Straße zum Besten geben.
Weidel war über viele Jahre am Meininger Theater engagiert und gab Gastspiele in Weimar, Leipzig und Erfurt. Nun führt er sein Publikum musikalisch hinter die Kulissen des Theaters. Texte über Pleiten, Pech und Pannen hinter der Bühne sowie populäre Lieder deren Mittelpunkt auch immer wieder die Frauen sind, stehen auf dem Programm. Die Kulturdirektion verspricht einen kurzweiligen, amüsanten Nachmittag, wenn Helmut Weidel von seinen Bühnenerfahrungen erzählt. Wer daran teilhaben möchte ist am Mittwoch, dem 2. April um 14:30 Uhr in den Seniorenklub in der Berliner Straße 26 eingeladen. (AlexandraPetrusch)



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28.03.2008

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