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Sexismus und sexistische Werbung- Was ist das eigentlich genau?

In der Erfurter Innenstadt hängt seit einigen Wochen die Werbekampagne des SWE Volley-Teams mit dem Slogan „Erfurts längste Beine“.
Katalin Hahn von der Partei Die Linke reichte am 2. November 2018 die Drucksache „sexistische Werbung auf dem Anger“ beim Stadtrat rein. Daraufhin entbrannte in Erfurt die Diskussion, ob das besagte Werbeplakat denn nun sexistisch sei.
Dem sind Susan und Natalie nachgegangen und haben nachgefragt: Was ist Sexismus und was ist sexistische Werbung?




Seit 2017 soll auf stadteigenen Werbeflächen der Stadt Erfurt keine sexistische, diskriminierende, rassistische und frauenfeindliche Werbung mehr zu sehen sein. Mit dem Werbeplakat „Erfurts längste Beine“ ist das nach Katalin Hahn aber der Fall. Aber was sagen eigentlich die anderen dazu? Michael Panse, die Werbeagentur BlueLine sowie der Oberbürgermeister der Stadt Erfurt Andreas Bausewein, der Katalin Hahns Anfrage beantwortete, äußerten sich dazu.

Beitrag Reaktionen komplett.mp3

Warum wird überhaupt über das Plakat gesprochen? 2016 wurde im Erfurter Stadtrat diskutiert, ob in der Stadt ein Verbot sexistischer Werbung greifen soll. Warum und was sich darunter vorgestellt werden kann, erläuterte schon 2016 Landtagsabgeordnete Karola Stange der Partei Die Linke.

Interview_Karola-Stange_sexistische Werbung.mp3

Was ist denn nun Sexismus und woran erkenne ich sexistische Werbung? Darüber sprach Natalie mit Doktorin Berit Völzmann. Diese ist unter anderem als inhaltliche Unterstützerin bei PinkStinks, einer Protest- und Bildungsorganisation gegen Sexismus und Homophopbie, tätig und gibt wertvolle Tipps, wie mensch Sexismus in der Werbung erkennen, wie dagegen vorgegangen werden kann und ob ein Gesetz zum Verbot sexistischer Werbung nützlich und möglich ist.

Interview Berit Voelzmann_bearbeitet.mp3

Der Roller Derby Erfurt e.V. ist mit einer Frauenmannschaft in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga vertreten. Als Sportlerinnen sagen sie ganz klar: „Erfurts längste Beine“ ist sexistisch! Frauensport muss nicht in Abendkleidern beworben werden. Was genau Roller Derby Erfurt daran kritisiert und wie empowernde Werbung für Frauensport aussehen könne, erzählten Dani und Koko vom Roller Derby Erfurt.
Darüber hinaus veröffentliche Roller Derby Erfurt e.V. ein Statement unter und mit dem #mehralsbeine. Nachlesen könnt ihr das Statement unter: https://rollerderbyerfurt.wordpress.com/

Interview Roller Derby.mp3

Sexismus geht alle etwas an. In einem Kommentar sagt Natalie, was ihrer Meinung nach Sexismus ist und warum Sexismus zu erkennen und zu bekämpfen nicht nur Frauensache ist.

Kommentar Natalie entfassung.mp3

artikel/sexistische kackscheiße_m.jpg

Natalie und Susan
29.11.

Kommentare

  1. Hinter diesen Abneigungen steht kaum die Sorge um die Würde der Frau, es geht nicht um die Reduzierung auf ihre Reize, sondern darum, jene Reize und deren Darstellung als negativ darzustellen und dieses neue Bild im Idealfall gesellschaftsfähig zu machen. Als Wurzel allen Übels stehen dabei nur die Männer, ohne dass geklärt ist, wieviele Ideen und wieviel Engagement für jene Werbeaktionen von Seiten der Frauen kommt.
    Wir sind sexuelle Wesen. Manche Frauen sammeln Schuhe und Taschen (vaginale Formen), Männer haben eine Affinität zu Autos und anderen Phallussymbolen. Schöne leichtbekleidete Frauen machen in der Werbung mehr Sinn als schöne Männer, da Frauen nicht primär auf körperliche Tatsachen positiv reagieren sondern auf Anzeichen von Status, Erfolg und Geld. Will heißen: ein Mann in Anzug oder Arztkittel beeinflusst ein Werbefoto positiver als ein männliches FitnessModel in Unterhose. Da keine Männer, die sichtbar einen Sozialfall darstellen, in der Werbung auftauchen, könnte man hier per Definition auch von Sexismus sprechen.
    Ich sehe hier Neid und auch Sexualfeindlichkeit als wahre Motive.
    Das Bild, was eine attraktive Frau ist und das männliche sexuelle Verlangen wird sich nicht durch das Verschwinden von weiblichen Reizen aus der Werbung verändern. Das gilt analog dazu auch für die Frauen und ihr Männerbild etc.
    Ich spreche mich gegen dieses Sexismusverständnis aus.
    Denn als nächstes können Diskrimierungen zu reizvoller Kleidung im Alltag oder Verbote von bisher als harmlos verstandenen Flirtversuchen kommen. Die Schönheit einer Frau in einem Kompliment zu benennen, könnte dann auch bald als eine Reduzierung verstanden werden. Das wäre ein unnötiger Graben zwischen beiden Geschlechtern.

    Wolfram - 07.12., 16:12

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