Indiana Jones in der DDR, Sehnsuchtsorte und geteiltes Erinnern - ein aktueller Blick auf den DEFA-Film
Drei Tage lang trafen sich Ende März an der Erfurter Uni Filmschaffende, Medienwissenschaftlerinnen, Archivare, Dramaturginnen und Publizisten aus verschiedenen Länder bei der Internationalen Fachtagung zum Thema „DEFA-Grenzenlos: Mobilität und Raum“. Mit dabei war auch Reinhard und hat ein paar Gespräche geführt bzw. Stimmen eingefangen.
Drei Tage lang wurde referiert und diskutiert über utopische Welten im DDR-Film, migrantische Perspektiven oder die Darstellung des Ländlichen im DEFA-Film. Am Ende gab es viel Redebedarf:
Die Filmabenteuer des Archäologen Indiana Jones liefen bis 1989 nie im DDR-Kino. Dennoch war er bei einigen Menschen auch dort bekannt. Dr. Anna Luise Kiss, seit 2021 Präsidentin der Hochschule für Schauspielschule Ernst Busch, hat einen Aufruf in einer Zeitung gestartet und einige Indiana Jones – Fans gefunden, die dies schon zu DDR-Zeiten waren.
Die DEFA-Regisseurin Iris Gusner hat in den 1960er Jahren in Moskau an der Filmhochschule studiert. Die international Studierenden prägten sie so sehr, dass in ihren späteren Filmen Menschen aus dem Ausland immer wieder ein Thema waren, manchmal auch nur ganz beiläufig. Die Drehbuchautorin Catherina Göldner hat sich mit einigen von Gusners Filmen intensiver beschäftigt.