Themenübersicht:
James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) beobachtet WASP-121b
Astronominnen und Astronomen haben deutliche Unterschiede in den atmosphärischen Bedingungen zwischen den morgendlichen und abendlichen Übergangszonen des ultraheißen Gasplaneten WASP-121 b nachgewiesen. Diese Zonen trennen Tag und Nacht und werden im Fachjargon als Terminatoren bezeichnet. Dieser Erfolg war nur dank der unerreichten Empfindlichkeit des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) möglich. Ein Team von Forschenden unter der Leitung von Cyril Gapp, Doktorand am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg, wies dieses Phänomen nach, das zuvor durch theoretische Berechnungen vorhergesagt worden war. Detlef Höner fragte hierzu Dr. Markus Nielbock vom Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg.
Eskorte für erdnahen Asteroiden Apophis
Für kurze Zeit im Dezember 2004 sah es aus, als könne der Asteroid Apophis der Erde gefährlich werden: Ein Einschlag im Jahr 2029 erschien möglich - und hätte die getroffene Region verwüsten oder Tsunamis auslösen können. Mittlerweile gibt es längst Entwarnung. Forschende haben die Flugbahn von Apophis mit höherer Genauigkeit berechnet und können einen Zusammenstoß mit Sicherheit ausschließen.
Stattdessen wird Apophis am 13. April 2029 in einem Abstand von nur knapp 32.000 Kilometern, weniger als einem Zehntel der Entfernung zwischen Erde und Mond, an der Erde vorbeischrappen. Ein solches Ereignis kommt statistisch nur einmal alle 5000 bis 10000 Jahre vor. Die europäische Weltraumagentur (ESA) hat jetzt beschlossen, in Zusammenarbeit mit der japanischen Weltraumagentur (JAXA) Apophis‘ Vorbeiflug an der Erde mit einer Raumsonde, genannt Rapid Apophis Mission für Space Safety (Ramses), über mehrere Monate zu begleiten. Auch ein Instrument vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung wird mit an Bord sein. Detlef Höner sprach hierzu mit Dr. Norbert Krupp vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung Göttingen.
Aktivitäten um und auf der Internationalen Raumstation (ISS)
Zur Zeit ist die 74. Stammbesatzung auf der ISS. Diese besteht zur aus der am 27.November 2025 von Baikonur aus gestarteten Raumschiff-Besatzung von Sojus MS-28 mit Sergej Wladimirowitsch Kud-Swertschkow (2. Raumflug, Roskosmos, Russland), Sergej Nikolajewitsch Mikajew (1. Raumflug, Roskosmos, Russland) und Christopher Leigh Williams (1. Raumflug, NASA, USA) und der SpaceX Crew 12 (Start: 13. Februar 2026) mit Jessica Ulrika "Goose" Meyr (2 Raumflug, NASA/USA), Christopher Stewart "Jack" Hathaway 1. Raumflug, NASA/USA), Sophie Marie Laurence Adenot (1. Raumflug, ESA/ Frankreich) und Andrej Walerjewitsch Fedjajew (2. Raumflug, Roskosmos/Russland). Eine neue Crew bestehend aus Pjotr Walerjewitsch Dubrow (2. Raumflug, Roskosmos, Russland), Anna Jurjewna Kikina (2. Raumflug, Roskosmos, Russland) und Anil Madhavan Samoilenko Menon (1. Raumflug, NASA/USA) sollen am 14.07.2026 zur ISS starten. Mehr hierzu mit Herrn Fellenberg von den Essener-Raumfahrtinformationen. Ein weiteres Thema: Die Artemis 3-Mission, die die bemannte Mondlandung vorbereiten soll.
Aktivitäten um und auf der chinesischen Raumstation „Tiangong“
Die 11. Stammbesatzung befindet sich zur Zeit auf der chinesischen Raumstation „Tiangong“. Sie besteht aus dem am 24. Mai 2026 gestarteten Raumschiff „Shenzhou-23“ mit der Besatzung Yangzhu Zhu (2.Flug), Zhiyuan Zhang (1.Flug) und Jiaying Li (1.Flug).
Astronautisches Tagebuch Monat Mai 2026
Über alle Raumfahrtstarts, die im Zeitraum Mai 2026 ins All gelangten, informiert Arno Fellenberg von den Essener-Raumfahrtinformationen. |