Programm

Raumfahrtjournal - Mo. 26.12.2011 - 11.00 Uhr

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Ausgabe Dezember 2011

Themenübersicht:

Geburt eines Teleskops 30mal größer als die Erde
Am 15. November 2011 hat das 100-m-Teleskop Effelsberg die ersten interferometrischen Messungen mit dem 10-m-Weltraumteleskop Spektr-R des russischen RadioAstron-Projekts erfolgreich durchgeführt. Beobachtungen des leuchtkräftigen Quasars 0212+735 in mehreren Milliarden Lichtjahren Entfernung erfolgten bei einer Wellenlänge von 18 cm.
Der erstmalige Nachweis von interferometrischen Signalen zwischen dem Weltraumteleskop Spektr-R und einem bodengebundenen Radioteleskop durch das RadioAstron-Team markiert einen Weltrekord für die Größe eines zusammengesetzten Radioteleskops oder Interferometers und eröffnet eineneue Ära für die interferometrische Untersuchung der kosmischen Radiostrahlung. Detlef Höner sprach mit Prof. Dr. Anton Zensus, Direktor und Leiter der Forschungsgruppe "Radioastronomie / VLBI", Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn.



Ist Kepler-22b eine bewohnbare Welt ?
Mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler stieß ein internationales Forscherteam um William Borucki am Ames Research Center der NASA im US-Bundesstaat Kalifornien auf einen Exoplaneten, der in der habitablen Zone sein Zentralgestirn umrundet. Dieser umläuft sein sonnenähnliches Zentralgestirn in einem Abstand, bei dem die Oberflächentemperaturen die Anwesenheit flüssigen Wassers ermöglichen, das dort für lange Zeiträume stabil bleibt. Was ist Spekulation oder Tatsache, fragt Detlef Höner Dr. Eike Guenther von der Thüringer Landessternwarte Tautenburg.

NASA Rover „ Curiosity“ auf dem weg zum Mars
"Curiosity", Neugierde, heißt der amerikanische Rover, der am 26. November 2011 um 16.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) in Richtung Mars gestartet ist. Mit zehn Instrumenten an Bord soll er Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch –freundlich der Rote Planet in der Vergangenheit war – und für zukünftige bemannte Missionen sein kann. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Christian-Albrechts-Universität Kiel schicken dazu das Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) zum Mars. Das Ziel: Die Forscher wollen erstmals vor Ort messen, wie hoch die Strahlung für zukünftige Astronauten ist und in welcher Bodentiefe Lebensformen überleben könnten. Gelandet wird im Gale Crater – einem Ziel, das auch DLR-Planetenforscher Ernst Hauber in Workshops mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA favorisiert hat. Mehr Informationen von Ernst Hauber vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Planetenforschung


Astronautisches Tagebuch Monat November 2011
Über alle Raumfahrtstarts die im Zeitraum November 2011 ins All gelangten informiert A. Fellenberg von den Essener-Raumfahrtinformationen.

  

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