Programm

Raumfahrtjournal - So. 01.03.2026 - 19.00 Uhr

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Ausgabe März 2026

Themenübersicht:


Galaxienbildung schon nur 1,4 Milliarden Jahren nach dem Urknall

Eine überraschende Beobachtung bereitet Astronomen seit zwei Jahrzehnten Kopfzerbrechen: Nur wenige Milliarden Jahre nach dem Urknall existierten bereits massereiche und entwickelte Galaxien. Forschende hatten erwartet, in dieser frühen Phase der Geschichte unseres Universums nur Galaxien mit jungen Sternen und aktiver Sternentstehung zu finden. Stattdessen gibt es viele elliptische Galaxien mit älteren Sternpopulationen und sehr wenig kaltem Gas, aus dem neue Sterne entstehen könnten. Diese Beobachtungen stellen eine Herausforderung für Modelle dar, die das Entstehen von Strukturen im Kosmos beschreiben. Die Gruppe unter der Leitung von Astronomen des MPIfR hat nun große Fortschritte beim Verständnis dieser Systeme erzielt. „In einem Universum, in dem größere Galaxien mit kleineren wechselwirken und durch das Verschmelzen mit diesen hierarchisch wachsen, müssen sich einige riesige elliptische Galaxien völlig anders gebildet haben als bisher angenommen. Anstatt über 14 Milliarden Jahre hinweg langsam Masse anzusammeln, könnte eine massereiche elliptische Galaxie in nur wenigen hundert Millionen Jahren entstehen. Sie kann sich durch den Kollaps und das Verschmelzen einer großen Urstruktur bilden, in der Zeit, die die Sonne benötigt, um einmal um das Zentrum der Milchstraße zu kreisen“, erklärt Nikolaus Sulzenauer, Doktorand am MPIfR und der Universität Bonn und Erstautor der Analyse. „Wir haben festgestellt, dass sich die Strukturen mit den höchsten Dichten bereits bei nur 10 % des aktuellen kosmischen Alters von der Expansion des Universums entkoppelt haben müssen. Anschließend haben sie schnell ganze Protocluster gebildet.“ Detlef Höner sprach hierüber mit Nikolaus Sulzenauer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn


Jubiläum: Marsrover „Perseverance” 5 Jahre auf dem Mars

Der NASA-Marsrover Perseverance feierte im Februar 2026 sein fünfjähriges Jubiläum auf dem Mars. Er ist am 18. Februar 2021 im Jezero-Krater gelandet und seitdem erfolgreich auf der Suche nach Spuren von vergangenem Leben und mehr. Detlef Höner informierte sich bei Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) Institut für Weltraumforschung.

Aktivitäten um und auf der Internationalen Raumstation (ISS)

Zur Zeit befindet sich die 74. Stammbesatzung auf der ISS besteht, die zur aus der am 27.November 2025 von Baikonur gestarteten Raumschiff-Besatzung von Sojus MS-28 mit Sergej Wladimirowitsch Kud-Swertschkow (2. Raumflug, Roskosmos, Russland), Sergej Nikolajewitsch Mikajew (1. Raumflug, Roskosmos, Russland) und Christopher Leigh Williams (1. Raumflug, NASA, USA) und der SpaceX Crew 12 (Start: 13. februar 2026) mit Jessica Ulrika "Goose" Meyr (2 Raumflug, NASA/USA), Christopher Stewart "Jack" Hathaway (1. Raumflug, NASA/USA), Sophie Marie Laurence Adenot (1. Raumflug,ESA/Frankreich) und Andrej Walerjewitsch Fedjajew (2. Raumflug, Roskosmos/Russland). Weiteres Thema: Start der bemannten Artemis-2-Mission in Richtung Mond.


Aktivitäten um und auf der chinesischen Raumstation „Tiangong“

Die „Shenzhou-21“-Crew mit Zhang Lu (2. Raumflug, VR China), Wu Fei (1. Raumflug, VR China) und Zhang Hongzhang (1. Raumflug, VR China) bekam ein neues unbemanntes Raumschiff „Shenzhou-22“ (Start: 25.11.2025), da das gestrandete Raumschiff „Shenzhou-20“ an der chinesischen Raumstation vom Weltraumschrott an einem Fenster getroffen sein soll. Das gestrandete Raumschiff „Shenzhou-20“ ist unbemannt gelandet. Die „Shenzhou-21“-Crew bildet nun die 10. „Tiangong“- Besatzung.

Astronautisches Tagebuch Monat Januar 2026
Über alle Raumfahrtstarts, die im Zeitraum Januar 2026 ins All gelangten, informiert Arno Fellenberg von den Essener-Raumfahrtinformationen.

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